Das Hochwasser im Jahr 2002, welches als Jahrhundertkatastrophe in die Geschichte eingeht nimmt in 2 Etappen Anlauf auf Pasching. Schwere Unwetter verursachen bereits am 08. August einen der einsatzreichsten Tage in der Geschichte unserer Feuerwehr. In 36 Einsätzen ist neben der Überflutung von Verkehrswegen, wie Unterführungen, eine Vielzahl von privaten Kellern betroffen. In erster Linie wird versucht, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln diese auszupumpen. Nach ca. 15 Stunden Dauereinsatz für die Paschinger Bevölkerung können wir diesen ersten Einsatztag beenden. Womit jedoch vorerst noch niemand gerechnet hatte, das Schlimmste war noch nicht überstanden.

Am Montag, den 12. August, trifft uns das Hochwasser entgegen allen Erwartungen noch stärker. Aufgrund der einlangenden Notrufe in unserer Zentrale können wir nachvollziehen, dass die Flutwelle von mehreren Seiten gleichzeitig in den Ort eindringt. Am Höhepunkt dieses Hochwassers kann man Pasching wegen der Unpassierbarkeit der Unterführungen bzw. Straßen weder erreichen noch verlassen. Dazu kommt, dass die Telefonleitung im Feuerwehrhaus für einige Stunden ausfällt und die Mobilfunknetze sowie das Feuerwehrfunknetz vollständig überlastet sind. Die Einsatzkräfte müssen sich daher die Aufträge immer wieder vom Feuerwehrhaus abholen. Ausnahmezustand daher im Gemeindegebiet von Pasching!

Nach mehr als 17 Stunden(!) Dauereinsatz ist die Lage erstmals wieder überschaubar. In den Tagen darauf folgten umfangreiche Aufräum- und Reinigungsarbeiten.

 

Ein großer Dank gilt auch den zahlreichen privaten Helfern, die sich uns in diesen Tagen zur Verfügung stellten, tatkräftigst unterstützten und auch verpflegten.