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Pasching - eine Gemeinde mit Gegensätzen

Geschichte

 

Von wem, bzw. zu welcher Zeit das heutige Gemeindegebiet erstmals besiedelt wurde, muss - bis entsprechendes Fundgut zu Tage kommt - offen bleiben. Lediglich die Funde eines Reibsteines, eines Schuhleistensteines und eines Steinbeils weisen auf eine sesshafte Bevölkerung im heutigen Gemeindegebiet schon in der Steinzeit hin.

Es ist anzunehmen, daß auch die Römer, bedingt durch die günstige Lage an der späteren "Ochsenstraße" dieses Gebiet streiften. Sicher ist, dass der Ortsteil Pasching der älteste von den heute fünf bestehenden ist und dass die ersten Besiedler Bauern waren. Obwohl in Pasching keine Burg stand, gab es in den Ortschaften Thurnharting und Aistenthal je einen Sitz der "Aczpekch", die Dienstmannen der Grafen von Schaunberg, Ritter und Pfleger der Burg Kürnberg, sowie Landrichter im Donautal waren.

Im 18. Jahrhundert wurde auf Anregung der Kaiserin Maria Theresia eine neue Verwaltungseinteilung geschaffen. Zum Ortsgebiet "PÖSCHING", wie die neu geschaffene Gemeinde genannt wurde, zählten im Jahre 1755 lediglich 40 Häuser.

Inmitten des Ortskerns stand bereits damals die Kirche, deren Anfänge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen sollen. Die beachtenswerten gotischen Fenster sollen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert stammen. Diese alte Kirche im Ortsteil Pasching wurde zu klein und deshalb wuchsen Pläne, sowohl in Pasching, wie auch in Langholzfeld neue Kirchen zu schaffen. Im Jahre 1967 wurde die "Heilige-Kreuz-Kirche" in Langholzfeld geweiht und im Oktober 1979 der Neubau der Paschinger Kirche fertiggestellt. Dieses neue Bauwerk verbindet durch Anlage und Aussehen vortrefflich die Vergangenheit mit der Gegenwart.

PASCHING - Historisch gewachsen und vom Zeitgeist geprägt

Einige Beispiele dazu:

Ackerbau: Der Ackerbau spielte in der Gemeindestruktur stets eine große Rolle.

Bahnlinie: Früher Pferdeeisenbahn, heute Westbahn im Ortsteil Pasching; an der nordwestlichen Gemeindegrenze streift noch die Linzer Lokalbahn das Gemeindegebiet.

Bevölkerung:Während die Gemeindeteile Pasching-Ort, Aistenthal und Thurnharting vorwiegend Siedlungsplätze der bäuerlichen Bevölkerung sind, sind die Gemeindeteile Langholzfeld und Wagram zwischen 1950 und 1965 zumeist von Heimatvertriebenen (Batschka, Banat, Siebenbürgen, Böhmen und Mähren) besiedelt worden.

Betriebsgründungen:Die Jahre zwischen 1968 und heute gehen als Jahre der Schaffung von Arbeitsplätzen im Gemeindegebiet hervor. Ein großer Landstrich zwischen Langholzfeld und Wagram wurde vorerst von Agrarland in Betriebszone umgewidmet. Ein Boom von Betriebsgründungen von Klein- und Mittelbetrieben setzte ein; Pasching kann heute auf die stolze Zahl von 800 Betrieben und mehr als 3700 Arbeitsplätzen hinweisen. Die Gemeinde Pasching ist heute zu einem wirtschaftlichen Zentrum des Bezirkes Linz-Land geworden.

 

Das Paschinger Wappen

 

Das Paschinger Wappen

 

Grün ist ein Symbol für die Landwirtschaft; ebenso ist Grün eine Symbolfarbe der Heimatvertriebenen, an deren Aufbautätigkeit im Großraum Linz auch hiermit erinnert werden soll.

Das Ochsenhorn mit Grind soll auf die "Ochsenstraße" hinweisen (uralter Straßenzug durch Pasching, der wahrscheinlich schon zu vorrömischer Zeit bestanden hat).

Die Eisenbahngeleise erinnern an die Pferdeeisenbahn und sind zugleich Gegenwartssymbol für die durch Pasching führende Westbahnstrecke.

Die gespaltene Rot-Silber-Scheibe in der Helmzier ist ein Ausschnitt aus dem Wappen der "Aczpekch", einem im 14. Jahrhundert in Thurnharting und Aistenthal angesiedelten Ritter- und Pflegergeschlecht. 

   

 

 

Einsatzgebiet

 

Einsatzgebiet

Der Pflichtbereich Pasching (Gebiet der Gemeinde in der die Feuerwehr ihren Standort hat) umfasst eine Fläche von ca. 12,5 km². Aufgeteilt in 5 Ortschaften (Pasching – Thurnharting- Aistenthal- Wagram – Langholzfeld) beträgt die Einwohnerzahl an die 7200.

Schwerpunkte in unserem Einsatzgebiet bilden neben 2 Industriegebieten in den Ortschaften Aistenthal und Wagram, noch die durch Pasching führende Westbahnstrecke sowie die beiden Bundesstraßen B139 und B139a (neu erbaute Umfahrung) und die Zubringerstrecke zum Flughafen Linz-Hörsching (Blue Danube Airport), welcher im Westen direkt an das Gemeindegebiet von Pasching grenzt.

Weiters befindet sich im Ortsteil Wagram eines der größten Einkaufszentren Österreichs. 

Diese Bereiche konfrontieren uns mit zahlreichen Einsatzspektren wie z.B. Massenansammlungen von Menschen - dadurch entsprechend hohes Verkehrsaufkommen, Schwerverkehr durch die ansässigen Betriebe (u.a. Groß-Spedition), kunststoff-, metall- und papierverarbeitende Betriebe, etc...