Dass das Jahr 2016 ein starkes Unwetterjahr für die Freiwillige Feuerwehr Pasching ist, zeigte sich in den Monaten Mai und Juni. Zu knapp 70 Hilfeleistungen wurden wir aufgrund zahlreicher Überflutungen und Sturmschäden über die Landeswarnzentrale OÖ alarmiert. Die erste Unwetterfront erreichte uns in den Abendstunden des 28. Mai kurz vor 21:00 Uhr. Der Bezirk Linz-Land war hierbei am stärksten vom Unwetter betroffen, wobei sich die Gemeinden Pasching, Traun und Leonding als Einsatzkern herausfilterten. Bis zirka 01:00 Uhr des Folgetages waren mehr als 30 Kräfte unserer Feuerwehr im Dauereinsatz.

Zu zwei Personenrettungen kam es innerhalb von nur 30 Minuten: Beide Male blieben Autolenker mit ihren Fahrzeugen in der sogenannten „Lagerhausunterführung“ stecken und wurden von den Wassermassen eingeschlossen. Zum weiteren Einsatzspektrum zählten überflutete Unterführungen, vermurte Verkehrswege aufgrund Erdrutsche, sowie überflutete Keller und Garagen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden, etliche Keller wurden ausgepumpt.

Die zweite Unwetterfront erreichte Oberösterreich dann am 01. Juni, wobei hier die Bezirke Braunau am Inn und wiederum Linz-Land am stärksten getroffen wurden. In unserem Bezirk galt vor allem die Gemeinde Pasching als die am Meisten betroffene. Sintflutartige Regenschauer zogen an diesem Mittwochnachmittag über unser Einsatzgebiet und richteten dabei massive Schäden an. Gegenüber der Unwetterfront am 28. Mai, welche von Unwetterspezialisten prognostiziert wurde, kamen diese Regenschauer total unangemeldet und unerwartet auf uns zu. Um 14:31 Uhr gab es schließlich den ersten Sirenenalarm für die Freiwillige Feuerwehr Pasching. Die im Feuerwehrhaus eingerichtete Einsatzleitstelle nahm weitere Einsatzaufträge im Minutentakt entgegen. Zahlreiche Alarmierungen erfolgten über den Feuerwehrnotruf und somit über die Landeswarnzentrale, etliche aber auch telefonisch im Feuerwehrhaus.

Zahlreiche überflutete Unterführungen, Keller, Straßen sowie Industriebetriebe waren die Folge, aber auch eine Tiefgarage im Ortsgebiet von Pasching stand rund einen halben Meter unter Wasser. Massiv getroffen hat es auch einen Gewerbebetrieb im Ortsteil Wagram, die Halle wurde von rund 30 cm. Schlamm überflutet. Für 45 Feuerwehrleute unserer Feuerwehr bedeutete das erneut Dauereinsatz für Pasching‘s Bevölkerung. Da schließlich die Einsatzstellen im Ortsteil Pasching massiven Personalaufwand beanspruchten, wurde von der Einsatzleitung die FF Hart zur Unterstützung nachalarmiert.

Danke nochmal an dieser Stelle an die Freiwillige Feuerwehr Hart für die gute Zusammenarbeit. Um 03:00 Uhr Früh des Folgetages konnten diese Einsatzstunden vorerst abgeschlossen werden. (13 Stunden! standen rund 60 Mann der beiden Feuerwehren im Einsatz)

Rund drei Wochen später zog bereits das nächste Unwetter über das Land. Am 25. Juni fand das sogenannten „Petersfeuer“ in Pasching statt. Dieses musste aufgrund des nicht prognostizierten Unwetters sofort abgebrochen werden. Gerade mal vom Brandsicherheitsdienst eingerückt, galt es nach starken Sturmböen, sintflutartigen Regenfällen und massiven Hagel auch schon den ersten Einsatz abzuarbeiten. Um 19:57 langte die erste Alarmierung im Feuerwehrhaus ein – ein umgestürzter Baum blockierte die Leondingerstraße. Weitere Einsatzaufträge folgten im Minutentakt über den Feuerwehrnotruf. Zwei Stunden wurden entwurzelte bzw. umgestürzte Bäume von Verkehrswegen entfernt, sowie überflutete Keller und Unterführungen ausgepumpt.